Der Apfel

Der Apfel (Malus) gehört zu den Kernobstgewächsen (Pyrinae) und diese wiederum gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Aus den etwa 40-55 Arten innerhalb der Gattung Malus ist die Art mit der weltweit größten Bedeutung der Kulturapfel (Malus domestica). Dieser entstand aus einer Kreuzung verschiedener Wildapfelsorten. Die Heimat des Kulturapfels liegt in Vorderasien, an der Südseite des Kaukasusgebirges.

Es gibt mittlerweile durch Kreuzungen unzählige Sorten, die großteils gut lagerfähig sind. Deshalb kann der Apfel das gesamte Jahr angeboten werden und gehört zu den wertvollsten einheimischen Früchten. In Mitteleuropa ist er die wirtschaftlich wichtigste Obstart.

Die Blüten des Apfelbaums stehen in doldigen Blütenständen mit fünf oder sechs Blüten. Sie sind weiß, rosa oder rot. Die Frucht entsteht nicht aus dem Fruchtknoten, sondern aus dem Blütenboden. Deshalb ist der Apfel eigentlich eine "Scheinfrucht".

Äpfel liefern viele Vitamine und Mineralstoffe. Die enthaltenen Pektine sind Ballaststoffe und sorgen für eine gute Sättigung und Verdauung. Der Apfel besteht zu ca. 85% aus Wasser und ist deshalb sehr kalorienarm. Er liefert dem Menschen wichtige Mineralstoffe. One apple a day keeps the doctor away!
Außerdem ist die Apfelblüte ein beliebtes Ziel für Bienen, da sie viel Nektar mit einem hohen Zuckergehalt bietet.

Der Apfel ist aus der österreichischen Küche nicht wegzudenken. Der Anführer der Hitparade der Köstlichkeiten ist wohl der klassische Apfelstrudel. Neben den Süßspeisen gewinnt er in verschiedensten Variationen auch immer mehr als Beilage zu Fleisch an Beliebtheit.

 

Die Birne

Die Birnen (Pyrus) sind eine Pflanzengattung, die innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) zu den Kernobstgewächsen (Pyrinae) gehört. 
Innerhalb der Gattung Pyrus ist die wichtigste Art im europäischen Birnenanbau die Kulturbirne (Pyrus communis), welche aus mehreren Wildsorten entstanden ist. Eine weitere bekannte Art ist die vor allem in Asien bedeutsame Nashi-Birne.
Die Kulturbirne wurde erstmals in Vorderasien kultiviert, gelangte aber schon früh nach Mitteleuropa. Die heutige Anzahl der Sorten weltweit wird auf ca. 5000 geschätzt.

Die Blüten erscheinen vor oder gemeinsam mit den Blättern im April bis Mai in Büschelchen.
Die Früchte sind meist birnenförmig, selten auch rundlich. Typisch für viele Birnensorten sind die Steinzellen im Fruchtfleisch, welche sich beim Verzehr als kleine, feste Kügelchen bemerkbar machen.

Eine Besonderheit der Birne im Vergleich mit vielen anderen Obstarten ist die Parthenokarpie oder Jungfernfrüchtigkeit. Dabei können auch ohne Befruchtung samenlose Früchte entstehen, welche allerdings durch walzenartiges Fruchtwachstum auffallen.

Birnen enthalten wie alle Obstarten viele Vitamine, haben einen relativ niedrigen Fruchtsäureanteil und wirken durch den hohen Kaliumgehalt entwässernd.

Die Früchte sind zur Reifezeit saftig und süß. Neben dem Frischverzehr und der Verarbeitung zu Nektaren oder Edelbränden werden sie auch häufig zu Dörrbirnen verarbeitet, bei uns "Kletzen" genannt.

 

Die Quitte

Die Quitte gehört zu den Kernobstgewächsen (Pyrinae). Sie ist Teil der großen Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Der wissenschaftliche Gattungsname ist Cydonia.
Erstmals kultiviert wurde diese Obstart in ihrer Heimat, dem Kaukasus, bereits vor 4000 Jahren. Auch im Mittelmeerraum hat sie eine lange Tradition, hier ist sie bereits in der Antike als Obstart erwähnt worden.

Die weißen bis hellrosa gefärbten Blüten der Quitte sind deutlich größer als die der Äpfel und Birnen und lassen keinen Zweifel an der Familienzugehörigkeit zu den Rosengewächsen. Sie erscheinen im Vergleich zu Apfel- und Birnenblüten spät und öffnen sich kurz vor der Rosenblüte.

Der Quittenbaum wächst relativ langsam und wird mit den Jahren zu einem kleinen, breitkronigen Baum. Die Blätter sind, wie später auch die Früchte, von einem dünnen, filzartigen Belag überzogen. Dieser Belag schützt die Früchte vor dem Austrocknen.

Die Ernte der zitronengelben Früchte findet im Oktober statt.
Bei den  Quitten gibt es zwei Sortengruppen: die Apfelquitten und die Birnenquitten. Die Bezeichnungen leiten sich von der Form der jeweiligen Früchte ab.
Auch in Bezug auf den Geschmack unterschieden sich die beiden Quittentypen. Die Sorten der Apfelquitte schmecken aromatischer, besitzen aber ein recht hartes, eher trockenes Fruchtfleisch. Birnenquitten sind im Vergleich dazu weicher und leichter zu verarbeiten, geschmacklich dafür etwas eintöniger.
Fast alle heutigen Quittensorten sind schon weit über hundert Jahre alt und wurden durch Auslese gezüchtet.

Früher war die Quitte eher ihres Duftes wegen geschätzt. Die Früchte brachte man den Göttern als Opfer dar. Damals wie heute gelten sie als Symbol für Liebe, Glück, Fruchtbarkeit, Klugheit, Schönheit, Beständigkeit und Unvergänglichkeit.

Quitten sind im Rohzustand wegen ihres harten, sauren Fruchtfleisches kaum genießbar. Zu Saft oder Gelee verarbeitet entwickeln sie aber ein unvergleichliches Aroma, das an eine Mischung aus Rosenduft, Apfel und Zitrone erinnert.

 

Die Aronia

Aronia (Aronia) oder Apfelbeere, wie man sie auch nennt, ist eine Pflanzengattung die zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gehört und botanisch richtig nicht zu den Beeren sondern zum Kernobst (Pyrinae) gerechnet wird. Ursprungsgebiet ist das östliche Nordamerika.

Es gibt lediglich drei Arten der Apfelbeere, wovon die Schwarze und die Filzige Apfelbeere am häufigsten angebaut werden. Für die Verarbeitung zu Lebensmittelfarbstoff sowie als Heilpflanze Verwendung findet allerdings ausschließlich die Schwarze Apfelbeere (Aronia melanocarpa).

Bei diesem bis zu drei Meter hohen Strauch sitzen zehn bis zwanzig Blüten zusammen in einer Schirmrispe. Die schwarzen, apfelförmigen Früchte sind ca. einen Zentimeter groß und besitzen ein Kerngehäuse. Sie werden ab Mitte August bis Oktober geerntet, schmecken in vollreifem Zustand süß mit starkem bitteren Beigeschmack und ähnlich der Vogelbeere.

Aufgrund ihrer Inhaltsstoffe (vor allem Flavonoide, Vitamine) zählt die Aroniabeere in vielen Ländern zu den Heilpflanzen. Die in der Beere reich vorkommenden Antioxidantien schützen die Blutgefäße und können vorbeugend gegen Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems wirken. Kaum ein Lebensmittel enthält mehr bioaktive Wirkstoffe und Anthocyane als die Arionabeere. Der intensiv rote Farbstoff findet in der Lebensmittelindustrie Verwendung.

Die Beeren können als Saft, Marmeladen oder in getrocknetem Zustand (zum Beispiel im Müsli) gegessen werden. Entgegen vieler Vorurteile sind sie auch roh genießbar.

 

Der Holunder

In der Botanik werden sämtliche Holunderarten zu den Geißblattgewächsen (Caprifoliaceae) gerechnet, die 15 Gattungen mit rund 400 Arten umfassen. Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) ist die am weitesten verbreitete Art.
Bereits die Färber im antiken Griechenland nutzten sowohl Blätter, als auch Rinde und Beeren um Stoffe und Leder einzufärben.

Im Gegensatz zu anderen Kulturobstarten, blitzen oft schon Ende Februar die ersten grünen Blattspitzen aus den Knospen.
Die im Frühsommer einsetzende Blüte verströmt vor allem in den Morgenstunden einen unglaublichen Duft.

An den großen doldigen Blütenständen bilden sich kleine Früchte, welche sich später zu schwarzvioletten, sehr saftigen Beeren (die eigentlich zu den Steinfrüchten gehören) entwickeln und je nach Sorte ab August geerntet werden können. Jede Beere enthält drei längliche Steinkerne. Die Früchte sind ausschließlich nach Abkochen oder Vergären genießbar.

Holunderbeeren sind eine lebende Apotheke. Die wichtigste Gruppe seiner Inhaltsstoffe sind Polyphenole, darunter besonders Flavonoide und Anthocyane. Diesen sagt man eine positive Wirkung auf die Blutgefäße und in der Folge für das gesamte Herz-Kreislaufsystem nach.
In der Lebensmittelindustrie erlebt der Holunderfarbstoff eine Renaissance.

Im Volksglauben galt der Hollerbusch im Hausgarten als Lebensbaum.
Auch beherbergte er angeblich wohlgesinnte Hausgeister, was zu dem Spruch führte, dass man vor einem Hollerbusch den Hut ziehen müsse.

 

Die Ribisel

Die Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum), oder Schwarze Ribisel, wie sie bei uns in Österreoch genannt wird, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Johannisbeeren (Ribes) und gehört zum Beerenobst. Der französische Name lautet "Cassis", auch diese Bezeichnung hört man im deutschsprachigen Raum immer wieder.

Der stachellose Strauch verbreitet, besonders wenn man ihn schneidet oder die Früchte erntet, einen intensiven Geruch, der sich auch sehr stark in allen Verarbeitungsprodukten der Früchte wiederfinden lässt. Für viele macht gerade dieses Aroma am Gaumen etwa den Edelbrand außergewöhnlich beliebt, - manche meiden ihn aber deswegen.

Nach der eher unauffälligen Blüte im Frühjahr entwickeln sich bis zum Frühsommer in kleinen Trauben schwarze Beeren mit etwa einem cm Durchmesser. Diese werden dann, sofern sie nicht für den Frischmarkt bestimmt sind, maschinell geerntet.

Die schwarze Ribisel ist eine der wertvollsten Beerensorten, die bei uns wächst. Aufgrund ihres hohen Anteils an Vitamin C ist sie der eindeutige "Renner" bei Erkältungskrankheiten. Sie wirkt entzündungshemmend und wassertreibend und ist durch die antioxidativ wirkenden Anthocyane gut wirkend bei Herz-Kreislauferkrankungen.
Das besondere dabei ist, dass der hohe Vitamin C Anteil in der Frucht im Gegensatz zu anderen Früchten auch beim Erhitzen nicht zerstört, bzw. nur in kleinem Maße verringert wird.

Die säuerlich, fruchtig schmeckende Ribisel verleiht vielen Back- und Zuckerwaren einen aromatischen, unverkennbaren Geschmack. Ein äußerst beliebter Kuchen in vielen Hauhalten ist deshalb die süß-saure Ribiselschnitte.

 

Die Weintraube

Die Weintraube ist der Fruchtstand der Weinrebe, von denen nahezu ausschließlich die Edle Weinrebe (Vitis Vinifera) diejenige ist, die für die Weinherstellung, für andere Verarbeitungsprodukte und als Frischobst kultiviert wird. Die einzelnen Früchte werden Weinbeeren genanntund zählen botanisch zu den Beeren. Die Weinreben bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Weinrebengewächse.

Wohl kaum eine andere Obstart hat eine derart lange Tradition und ist in der Kultur und der Geschichte der Menschen so fest verankert. nahezu 6000 Jahre vor Christus wurden an den Südhängen des Kaukasusgebirges bereits von den Menschen Weinreben kultiviert. Von dort ausgehend breitete sich die Weinrebe nahezu in die ganze Welt aus.

Die Weinrebe bildet pro Jahr mehrere einige Meter lange Rebzweige, an denen sich noch im selben Jahr im Frühsommer die Blütenstände bilden. Bis zum Herbst entwickeln sich an diesen, botanisch richtig "Rispen" und nicht "Trauben" genannt, die Früchte, die je nach Sorte hell oder dunkel gefärbt sein können.

Der größte Teil der jährlichen Weinernte wird zu Wein verarbeitet, darüber hinaus gibt es aber noch viele weitere Möglichkeiten die sehr süßen Früchte zu verarbeiten. Einige der bedeutenderen sind etwa die Produktion von Rosinen, Traubensaft und Wein- und Weintresterbrand. Ein aus den Kernen der Weinbeeren gewonnenes Öl wird Traubenkernöl genannt.

 

Die (Haus-)Zwetschke

Die Echte Zwetschke (Prunus domestica subsp. oeconomica) ist - zusammen mit Ringlotten, Kriecherln und Eierpflaumen - eine Unterart der Pflaume (Prunus domestica) und gehört zu den Rosengewächsen (Rosaceae). Die Zwetschke ist eine Steinfrucht.

Der Baum, der im Streuobstbau bis nahezu zehn Meter Höhe erreichen kann, blüht wie die meisten heimischen Obstarten im Frühjahr von April bis Mai. Die Blüten, von denen bis zu drei aus einer Knospe entstehen können, erscheinen kurz vor oder gemeinsam mit den ersten Laubblättern.

Die je nach Sorte ab Juli reifende Frucht ist länglich-oval und blau bis blauschwarz. Der weiße, wachsähnliche Überzug, mit dem die Zwetschke überzogen ist, schützt die Frucht vor dem Austrocknen. Das Fruchtfleisch ist saftig und fest und löst sich im Gegensatz zur Pflaume leicht vom Kern.

Zwetschken enthalten verschiedene Vitamine und Mineralstoffe und sind reich an Pektin, weshalb sie verdauungsfördernd wirken.

Das Holz des Zwetschkenbaumes hat eine sehr hohe Festigkeit und wird auch aufgrund seiner rötlichen Farbe oftmals zu hochwertigen Möbelstücken verarbeitet.

Die Zwetschke hat bei uns eine lange kulinarische Tradition und ist etwa als Mus (Powidl, Zwetschkenröster) oder im Zwetschkenknödel nicht aus der heimischen Küche wegzudenken.

 

Der Pfirsich

Der Pfirsich (Prunus persica) gehört zur Gattung Prunus innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae).
Eine erstmalige Existenz lässt sich in China nachweisen. Dort gilt er noch heute als Symbol der Unsterblichkeit.
Die Früchte sind meist rund und zählen zum Steinobst. Botanisch wird der Pfirsich unterteilt in die Gruppen der behaarten Pfirsiche und der glattschaligen Nektarinen. Pfirsich und Nektarine haben hohe Wärmeansprüche.

Die Blüten des Pfirsichs sind intensiv rosa und erscheinen noch vor den Blättern im April. Die Pfirsichblüte wird als Symbol der Erneuerung und der Jugend gesehen.

Die Frucht hat einen Durchmesser von einigen Zentimetern und eine auffällige Längsfurche. Der Pfirsich wird in den Sommermonaten reif und die Schale ist in diesem Zustand gelb bis rot gefärbt. Das Fruchtfleisch ist saftig und süß, seine Farbe weiß, gelb bis orange.

Der Pfirsich ist kalorienarm, da er sehr wasserreich ist, und zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Mineralstoffen aus.
Der Steinkern hat eine dicke Schale, tiefe Furchen und ist sehr hart. Er wird getrocknet in der Trachtenmode gern als Knopf verwendet.

 

Die Marille

Die Marille (Prunus armeniaca), in Deutschland Aprikose genannt, zählt innerhalb der Familie der Rosengewächse zur Gattung Prunus. Über die genaue Herkunft der Marille ist man sich nicht einig, sicher ist jedoch, dass ihr Ursprung irgendwo in Asien liegt.

Der wärmeliebende und trockenheitsverträgliche Baum kann frei wachsend eine Höhe von sechs bis zehn Metern erreichen. Die Blüte der Marille erscheint bereits relativ früh, noch vor dem Blattaustrieb, von März bis April, was sie anfällig für Spätfröste macht. Während der Blütezeit wird, vor allem in den größeren Anbaugebieten, die Landschaft in ein einzigartiges Weiß gehüllt.

Die Früchte reifen von Mitte Juni bis Mitte August und haben eine charakteristische Längsfurche. Die Steinfrucht besitzt einen großen Kern, der sich leicht vom Fruchtfleisch löst.

Der eigentliche Samen im "Stein" besitzt ein starkes Bittermandelaroma und wird zur Herstellung von Persipan und Amaretto verwendet, - er sollte jedoch nicht verzehrt werden, da er die giftige Blausäure enthält.

Die Marille ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Sie beinhaltet unter allen Obstsorten den größten Anteil an Provitamin A.

…. und ist nachweislich auch außerhalb der Wachau der Renner in der Küche (man denke an Faschingskrapfen) und auch in der Destillerie nicht wegzudenken.

 

Die Süßkirsche

Die Süßkirsche (Prunus avium) gehört zur Gattung Prunus in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist eine der zwei wichtigsten Kirschen-Arten. Die Frucht ist eine Steinfrucht. Die Süßkirsche ist die kultivierte Form der Wilden Vogel-Kirsche und zeichnet sich im Gegensatz zu dieser vor allem durch größere und süßere Früchte aus. Sie wird in zwei Gruppen unterteilt, die weichfleischigen Herzkirschen und die festfleischigen Knorpelkirschen. Beide Früchte können dunkle Früchte mit rot färbendem Saft oder auch gelbe bzw. bunte Früchte mit farblosem Saft hervorbringen.

Die Blüten erscheinen gemeinsam mit den Blättern im Frühjahr. Ein Blütenstand umfasst zwei bis sechs Blüten. Von April bis Mai wird die Landschaft in das blendende, volle Weiß der Kirschblüte getaucht.

Die Früchte reifen vorwiegend von Juni bis Juli und werden dann rot bis schwarzrot, weniger verbreitet sind gelbe Sorten. Das Fruchtfleisch dieser Steinfrucht ist wunderbar süß. Die Früchte reifen nach der Ernte nicht nach, und müssen demnach vollreif geerntet werden.

Zweige der Kirsche werden am Barbaratag, dem 4. Dezember, im Haus eingefrischt. Blühen sie am Weihnachtstag, soll dem Brauch zufolge eine Hochzeit ins Haus stehen.

Der Volksglaube weiß zu berichten, dass die Geister der Verstorbenen in der Nähe von Kirschbäumen zu finden sind. Die Kirsche wird von alters her als Symbol der Leidenschaft und Liebe angesehen.

In der Imkerei ist die Süßkirsche aufgrund ihres vielen Nektars und dessen hohen Zuckergehalts als Tracht sehr beliebt.
Kirschen sind sehr vitamin- und mineralstoffreich und wirken durch die sekundären Pflanzenstoffe antioxidativ.

 

Die Sauerkirsche

Die zweite Hauptsorte der Kirsche ist die Sauerkirsche (Prunus cerasus). Sie zählt wie die Süßkirsche innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) zur Gattung Prunus. Auch die Sauerkirsche wird in zwei Formen unterteilt. Einerseits die Echten Sauerkirschen, und andererseits die Bastardkirschen.

Die Echten Sauerkirschen wachsen als baumförmiger Strauch. Hierzu zählen die bekannten Weichseln, die weichfleischige, dunkle Früchte mit rotem Saft hervorbringen, sowie die Amarellen, welche gelbe oder bunte Früchte mit hellem Saft tragen. Im alltäglichen Sprachgebrauch wird der Begriff "Weichsel" oft allgemein für Sauerkirschen verwendet.

Die Bastardkirschen sind sowohl mit Sauer- als auch mit Süßkirschen verwandt und haben von beiden Arten Eigenschaften. Auch hier erfolgt die Einteilung wieder in Süßweichseln mit weichen, dunklen Saft-färbenden Früchten und in Glaskirschen mit gelben oder bunten Früchten sowie nicht färbendem Saft.

Die Blüten erscheinen gemeinsam mit den Blättern im April bis Mai in kleinen Dolden mit jeweils zwei bis vier Blüten. Die Früchte werden im Sommer (Juli) vollreif geerntet, da sie wie die Süßkirschen klimakterisch sind, das heißt nicht nachreifen. Die Sauerkirsche schmeckt, wie der Name schon sagt, süß-säuerlich.

Sauerkirschen sind sehr vitamin- und mineralstoffreich und wirken durch die sekundären Pflanzenstoffe antioxidativ, haben aber darüber hinaus noch zahlreiche weitere gesundheitliche Nutzen.

Eine aus Sauerkirschen hergestellte Marmelade behält Farbe und Aroma für sehr lange Zeit.

 

Die Indianerbanane

Die Indianerbanane (Asimina triloba), auch Dreilappige Papau genannt, ist eine Pflanzenart, welche innerhalb der Familie der Annonengewächse (Annonaceae) zur Gattung der Papau (Asimina) gehört.
Sie stammt ursprünglich aus Nordamerika, wo sie vom südöstlichen Kanada südwärts über die östliche USA ihre Heimat hat.

Der bis zu zehn Meter hohe Baum ist bis -25°C frosthart, kann also trotz seiner exotischen Herkunft auch bei uns problemlos im Freien kultiviert werden.
Im Herbst bekommen seine großen Blätter eine wunderschöne gelbe Färbung, ehe sie dann vor dem Winter abfallen.

Die Blüten erscheinen bereits vor dem Blattaustrieb ab Mitte April, haben eine rötlich-violette Farbe und sehen aus wie kleine Glöckchen mit etwa zwei bis drei cm Durchmesser.
Die Blüten der meisten Sorten sind nicht selbstfruchtbar, das heißt, um einen Fruchtertrag zu erzielen, sollten mindestens zwei verschiedene Sorten gepflanzt werden.

Die länglich-ovalen Früchte erreichen im Herbst von September bis Oktober ihre Reife. In diesem Zustand sind sie gelbgrün, haben ein gelbes, weiches und cremiges Fruchtfleisch in dem mehrere käferbohnengroße Kerne sitzen. Sie haben einen fruchtigen exotischen Geschmack und werden botanisch zu den Beerenfrüchten gezählt.

Die Indianerbanane enthält viele Aminosäuren, Vitamin A und Vitamin C.
Sie findet hauptsächlich als Frischobst Verwendung, kann aber auch weiterverarbeitet werden, etwa zu alkoholischen Getränken (Edelbrand, Likör), Marmelade, Eiscreme, und wird auch in der Küche zum Beispiel als Mus oder als Zutat für Kuchen verwendet.